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Die Etappen der via francigena - des Frankenweges

Die Via Francigena heißt zu deutsch Frankenstraße oder Frankenweg. Der Name ist die Zusammenfassung der alten mittelalterlichen Pilgerwege, die Pilger von Franken nach Rom führten. Rom beherbergt die zur Grabstätten der Apostel Petrus und Paulus. Ein andere Name für die Via Francigena ist Via Romea, Straße oder Weg nach Rom.

Viele der heutigen Pilger setzen sich das Ziel, die via francigena möglichst entlang der historischen Route zwischen Canterbury und Rom zu erwandern. Der Pilgerpfad beginnt bei der Kathedrale von Canterbury. Von dort geht es nach Dover. Hier muss man auf das europäische Festland nach Calais übersetzen. Die nächsten Städte in Frankreich sind Wisques, Amettes und Reims. Man passiert dann Chalons-sur-Marne und kommt nach Bar-sur-Aube. Die nächsten Stationen sind Besancon, Pontarlier und dann ist man auch schon in Lausanne in der Schweiz. Vor dem Großen St. Bernhard passiert man Bourg-St.Pierre, überschreitet dann den Alpenhauptkamm und kommt nach Aosta in Italien. Nun führt die Pilgerroute über Robbio, Motara und Piacenza nach Fidenza. Man überschreitet den Cisapass im italienischen Apennin und kommt nach Aulla und San Genesio. Nun erreicht man Siena in der Toskana. Die letzten Etappen führen über Bolsena und Sutri nach Rom.

Es war der legendäre Erzbischof Sigeric von Canterbury, der sich im Jahr 990 mit einem Maultier aufmachte, um den Papst Johannes XV. in Rom zu besuchen. Er kann als erster Pilger auf dem Frankenweg gelten.
Die Kathedrale von Canterbury beherbergt das Grab von Erzbischof Thomas Becket. Er wurde 1170 von zwei Rittern im Auftrag Heinrich II. umgebracht und damit zum Märtyrer gemacht. Sein Grab ist ein Wallfahrtsziel.

Die Via Francigena, der Frankenweg, wurde im Jahr 2004 vom Europarat zur Kulturstraße Europas erklärt. Seither wurde er zu einem beinahe 2000 Kilometer langen Wanderweg ausgebaut.

Die erste Etappe führt in zwei Tagen auf dem Pilgrim's Way von Canterbury bis Dover. Von hier geht es über den Ärmelkanal nach Calais in Frankreich. In Wisques kann man in der dortigen Abtei einkehren. Es ist ein Benediktinerorden, der sich der Tradition der Gastfreundschaft verpflichtet fühlt. In Amettes steht das Geburtshaus des Benoit Joseph de Labre, der 1748 geboren wurde. Er ist der französisched Pilgerheilige. Er wanderte als Bettelmönch über 30.000 Kilometer quer durch ganz Europa. Er starb im Jahr 1783 zu Tode erschöpft in Rom.

Hat man Frankreich hinter sich gelassen, so bereitet man sich in Bourg-St-.Pierre auf die Überschreitung des Großen St. Bernhard Passes vor. Bourg-St.-Pierre liegt auf 1600 m Höhe. Hier übernachtete vor etwa 1000 Jahren auch der Erzbischof Sigeric. Heute kann man als Pilger im Hospiz der Kirche der Karmeliter Chorherren in Bourg-St.Pierre übernachten.

Rom. Das Pilgerbüro des Vatikans liegt hinter der Porta der Perugino. Hier werden die Pilger auf dem Frankenweg empfangen. Wer nachweisen kann, dass er wenigstens die 130 Kilometer von Acquapendente bis nach Rom zu Fuß gegangen ist, bekommt das Pilgerzertifikat mit Stempel.