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Pilgern ... nicht nur nach Santiago de Compostela in Spanien
Wallfahrten zu heiligen und christlichen Orten

Die Geschichte der via francigena - des Frankenweges

Der Frankenkönig Karl der Große 774 hatte das Langobardenreich eingenommen. Er und seine Nachfolger bauten den Abschnitt zwischen Pavia und Rom als kaiserliche Straße aus. Hier legte man dann Klöster und Bischofssitze an, um den immer stärker wachsenden Pilgerstrom versorgen zu können.

Rom gehörte neben Santiago de Compostela und Jerusalem zu den drei wichtigsten Pilgerzielen im Mittelalter, das Pilgerzeichen war ein Schlüssel.

In der Nähe Pavias in Richtung Piacenza liegen die Ronkaldischen Gefilde, auf denen sich Anfang des 11. Jahrhunderts das Heer sammelte, welches den Kaiser zur Krönung nach Rom leitet. Kaiser Friedrich I. Barbarossa hilet 1154 und 1158 dort Reichstage ab.

Daraus ergibt sich die religiöse und politisch-militärische Bedeutung der Via Francigena. Sie wurde aber schon bald auch wirtschaftlich bedeutsam, denn sie entwickelte sich zum Hauptverkehrsweg, der Italien mit dem restlichen Europa verband.
Fränkische Adelige konnten schön bald die wirtschaftlichen und kulturellen Zentren an der Via Francigena unter ihre Herrschaft bringen, etwa San Gimignano und Colle di Val d’Elsa.

Diue Via Francigena verlor an Bedeutung mit der anwachsenden Macht der deutschen Kaiser in Italien und dem Wachsen der Städte Genua, Pisa und Florenz. Die Handelsgüter wurden über die alten römischen Straßen, die Via Aurelia und Via Cassia geführt, angepasst an die neuen ökonomischen Verhältnisse.